Die Tabakpflanze, welche der Gattung der Nachtschattengewächse angehört, wurde erst durch die Entdeckung Amerikas in Europa bekannt. Schon seit über fünf Jahrtausenden hatten die Indianer die getrockneten Tabakblätter entweder zusammengerollt oder mit Hilfe von selbstgebastelten Pfeifen geraucht.
Jedoch war das Rauchen des Tabaks in Europa noch für lange Zeit verpönt – statt dessen wurde Tabak als Zier- und Heilpflanze verwendet. Als sich das Schnupfen und Rauchen des Tabaks schließlich während des 30jährigen Krieges auch in Europa durchsetzte, galt Tabak zuerst als ein Genussmittel.
Als man jedoch den hohen Nikotin-Gehalt des Tabaks feststellte, stufte man diesen als Droge ein.
Vor allem in den USA, in der Türkei, in Indien, Brasilien und in China ist der Tabakanbau weit verbreitet. Auch in manchen Teilen Deutschlands wird Tabak angebaut – doch wesentlich weniger, als dies bis hinein in die 60er Jahre der Fall war. Doch da der Tabakanbau sehr aufwendig und wenig ertragreich ist, werden viele deutsche Bauern wieder auf andere, sich lohnendere Rohstoffe umsteigen. Ein weiterer Grund dafür sind die Tabak-Subventionen, die ab dem Jahre 2010 gestrichen werden sollen.
Tabak kann mittlerweile in den verschiedensten Variationen konsumiert werden. Der Markt bietet Zigaretten, Zigarren, Zigarillos, Tabakspfeifen, Shisha-Tabak , Schnupf- und Kautabak an. Um den Tabak auf diese Weise zu genießen, wird das Nikotin weitgehend verbrannt. Eine gewisse Menge an Nikotin gelangt dennoch in die Raucherlunge. Doch nicht nur zum Rauchen wird der Tabak eingesetzt – viele Menschen verwenden die Tabakpflanze auch als bloße Zierpflanze. Zudem dient der Tabak auch als häufiger Bestandteil von Parfümen und wichtige Grundlage der Gentechnik.
Im Shishabereich, der durch die Antirauchergesetze stark gebeutelt wurde, findet man in letzter Zeit einige neue Sorten, die z.B auf Zuckerrohrbasis hergestellt wurden - also komplett ohne Tabak und Nikotin auskommen. Ein Beispiel hierfür ist der Soex "Shishatabak" aus Zuckerrohr (externer Link)